Was ist eigentlich Flow?

Dieser Zustand, den viele aus dem Sport kennen: Meine Freundin, die eine Weile als Tennisprofi aktiv war, hat es beschrieben als würde das Match in Zeitlupe ablaufen und man ist einfach immer zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle um den Ball auf genau die richtige Art und Weise zu treffen. Es läuft einfach alles rund.

 

Und ja, diesen Zustand gibt es tatsächlich!

Flow ist der Sweet Spot

Aber was ist Flow eigentlich und vor allem, wie kann man selbst in den Flow-Zustand kommen?

Flow ist der Sweet Spot.

Der Punkt, an dem Du weder unterfordert, noch überfordert bist. Es ist genau der Punkt, an dem

Du gefordert bist. Du weißt was Du tust, bist aber leicht außerhalb Deiner Komfortzone. Flow ist der Zustand in dem Du ein Stückchen über Dich hinaus wächst. Der optimale Komfortzonen-Crash.

Flow beginnt bei den Kleinsten

Ich bringe mal ein Beispiel, das mein 4-jähriger Sohn heute erlebt hat:

Mein Sohn liebt Flieger. Wir haben glaube ich schon mehrere Hundert Papierflieger gebastelt. In den letzten Tagen sind nun auch noch Styropor-Flieger dazugekommen.

Da ihn Flieger so begeistern und es ihm ein unbändige Freude bereitet sie stundenlang fliegen zu lassen, habe ich ihn zu einem 4-tägigen Kurs an der Junior-Uni angemeldet: „Fliegerkids“.

Es geht in dem Kurs darum spielerisch zu erforschen, warum Dinge fliegen und dann selbst solche Flugobjekte zu bauen.

 

So weit so gut. Bislang sind wir im Part: Freude. Und im Prinzip auch Komfortzone. Flugobjekte basteln kennt er ja. Und Flugobjekte fliegen lassen liebt er.

 

Jetzt hat der Kurs aber die einen für ihn erheblichen Komfortzonen-Crash: Mama oder Papa dürfen nicht mit rein. Nur bis ins Foyer. Da werden die Kinder von der Kursleiterin abgeholt und 1 1/2 Stunden später wieder dorthin gebracht.

 

Puh. Das ist nicht einfach. Das erste Mal ganz alleine – auch ohne Freunde – an so einem Kurs teilzunehmen.

Flow Trigger kennen

Und bevor ich weiter über den Flieger-Flow berichte, kurz die wichtigen Punkte, die hier zu Flow führen können:

>> Es geht um Flieger, etwas, das meinem Sohn große Freude bereitet.

>> Fliegen/Flieger ist etwas, in dass er sich aufgrund seiner Freude daran richtig hineinvertiefen kann.

>> Der Kurs alleine, ist jedoch etwas, dass er so in der Form noch nicht gemacht hat. Etwas in das er hineinwachsen darf.

>> Er muss für die Teilnahme seine Komfortzone verlassen.

 

Und tatsächlich – mein Sohn hat seine Komfortzone verlassen und diese damit ein Stückchen gedehnt. Er hat dafür eine halbe Stunde gebraucht. In meinem Arm. In einem innerlichen Kampf.  Sollte er sich trauen oder nicht?

 

Warum konnte er die Komfortzone verlassen?

>> Es gab die Aussicht auf etwas, dass ihm große Freude bereitet.

>> Der Schritt aus der Komfortzone heraus war gerade genau richtig in der Größe.

>> Er hatte die Chance den Schritt raus aus der Komfortzone in seiner Zeit zu gehen. Er brauchte eine halbe Stunde um innerlich den Mut aufzubauen und dann tatsächlich völlig aufrechten Schrittes – ohne weiteres Zögern – alleine zum Kurs loszuziehen.

>> Er hatte die Kontrolle über die Situation. Denn er durfte entscheiden. Ich hatte ihm, freigestellt, dass wir alternativ einfach auf den Spielplatz um die Ecke gehen können.

 

FLOW als Fliegerkid. 🙂 Der Kurstag heute war ein Selbstläufer. Und das Ergebnis ein stolzes, glückliches Kind mit einem selbstgebastelten Fallschirm.

Wie ist das bei Dir?

Wann hast Du zuletzt Deine Komfortzone verlassen und den Sweet Spot erlebt? Kennst Du Deine Flow Trigger? Weißt Du was Dir Freude macht? Und wie Du es mit Pflichtthemen kombinieren kannst?

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