Jahresrückblick 2021 – Practice what you preach!

Mein Jahr 2021 könnte man unter das Motto stellen „Practice what you preach“. Und das war in diesem Jahr immer wieder eine Herausforderung: Selbstfürsorge wirklich zu leben.

 

Ich bin ein Mensch der gerne viele Projekte und Aktivitäten parallel hat. Ich halte gerne viele Bälle in der Luft. Der Ball Selbstfürsorge soll dabei nicht hinten runter fallen. Vor allem auch dann nicht, wenn die vielen Projekte und Aktivitäten mir Spass machen und ich manche Bedürfnisse von mir  drohe zu vergessen. 

 

Klare Erkenntnis 2021: Selfcare muss pragmatisch für mich sein. Unkompliziert in den Alltag integriert. Den Alltag ergänzend und sie soll meinen Alltag bunt machen.

Es geht darum, dass ich mir meinen persönlichen Freiraum schaffe.

 

Mein Alltag soll sich so gestalten, dass größere Reiseauszeiten „nice to have“ sind. Nicht etwas dass ich mir herbeisehne um meinem Alltag für eine Zeit lang zu entfliehen.

 

Geschlossene Kita, reduzierte Betreuungszeiten, Quarantäne, alle Erkältungen, Magen-Darm-Infekte, Läuse und was die Kita sonst noch so zu verteilen hatte, haben uns als Familie in diesem Jahr diesbezüglich immer wieder herausgefordert. Und ja, es hat mich zwischendurch extrem angenervt und fühlte sich überhaupt nicht nach einem Alltag mit Freiraum an. 

 

Ich durfte in diesem Jahr meine eigene Selbstfürsorge neu denken. Denn geänderte äußere Bedingungen führen unweigerlich dazu, dass wir bei uns selbst hinschauen müssen, wie die geänderte Situation mit dem eigenen Freiraum zu kombinieren ist.

 

Naja, und dann hat natürlich auch die Entscheidung, die ich und mein Mann ja selbst getroffen hatten mein Jahr beeinflusst: meine 2. Schwangerschaft und die im Oktober daraus folgende Geburt meiner Tochter.

 

Das Jahr war trotz aller Einschränkungen facettenreich. Und ich konnte einige meiner Stärken voll ausleben: Pragmatismus und Optimismus. 

Parallel durfte ich mich in den Themen Geduld und Gelassenheit sehr regelmäßig üben! 🙂

Selfcare Summit Vol 01

Gleich zum Jahresstart – Mitte Januar – habe ich die Selfcare Summit – eine Online Konferenz – ins Leben gerufen und zum ersten Mal umgesetzt.

Über 30 Speakerinnen und Speaker haben mit über 40 Interviews, Workshops, Bewegungssessions und Vorträgen über 2.500 Teilnehmer/innen begeistert! 

 

Ich habe mich riesig über die Zusagen all der großartigen Speakerinnen und Speaker gefreut:

Robert Betz, Heidi Stopper, selbsternannte Glücksministerin Gina Schöler, Simone Gerwers, Dunja Schenk, Wadokyo,…

 

Und wir konnten mit 2.500 Teilnehmer/innen viel mehr Menschen inspirieren, als ich gedacht hätte. Meine Planzahl waren 800 Teilnehmer/innen. 

 

Was mir besondere Freude bereitet hat, war die Organisation. Ich habe es total genossen alle  Speaker/innen zu interviewen, tolle Persönlichkeiten auf diese Weise näher kennenzulernen und selbst von den Tipps zu profitieren.

Aus der Summit hat sich ein tolles Netzwerk ergeben. Allein schon dafür war es den Umsetzungsaufwand wert. 

 

Mein großes Highlight der Summit war das Feedback der Teilnehmer/innen. Ich habe so viele liebe Emails während und im Anschluss an die Summit erhalten. Ich saß soo häufig mit einem breiten Lächeln vorm Rechner! Ich fand es wunderschön zurückgespiegelt zu bekommen, wie sehr die Summit zur Selbstfürsorge inspirieren konnte. 

 

Denn dass ist es letztlich, was mir wichtig ist: Inspirieren zu Selbstfürsorge. Menschen dafür begeistern, für den eigenen Freiraum einzustehen. Und ich liebe es, wenn ich eine Rückkopplung erhalte. Wenn mir ein Feedback gegeben wird und ich erfahre, an welcher Stelle ich helfen konnte! 

Selfcare Summit Vol 02

Schon mal an dieser Stelle ein kleiner Ausblick: Da die Selfcare Summit so wunderbar gestartet ist, wird es auch in 2022 wieder eine Summit geben: Vom 24.-28. Januar 2022 läuft Vol 02. 

Ich habe neue Mentoren gewählt

2021 habe ich auch genutzt um mir neue Mentoren zu wählen. In 2020 war ich Teil der Business Community ShePreneur. Und in 2020 hat mir ShePreneur auch genau das gegeben, was ich brauchte! Ich bin ins Tun gekommen. Ich bin losgelaufen und habe auf dem Weg sehr viel gelernt. Und ich habe tolle Menschen getroffen mit denen ich auch weiterhin vernetzt bin! 

Parallel habe ich mich regelmäßig von von Sigrun aus Island inspirieren lassen. 

 

Als ich erfahren habe, dass sowohl Sigrun, als auch Tanja Lenke von ShePreneur von James Wedmore aus den USA lernen, habe ich entschieden auch direkt von James Wedmore zu lernen und mich für die BBD Community entschieden.

 

Zusätzlich habe ich 2021 genutzt, um mich als Coach weiterzuentwickeln und weiterzubilden. Ich habe entschieden zusätzlich zu meiner sehr fundierten Life & Business Coaching-Ausbildung bei Ilona Lindau an der Life & Business Coaching Academy in Frankfurt noch eine Life Trust Coaching Ausbildung bei Veit Lindau zu durchlaufen. 

Und ja, mir ist sehr bewusst, dass Veit durchaus polarisiert und auch gerne mal kritisch gesehen wird.

Ich persönlich kann sagen, dass ich die Ausbildung bisher (sie läuft noch bis Q1 2022) als sehr gut empfinde und mein Coaching Wissen wunderbar erweitert wird.

Und auch – wie das immer bei Coaching Ausbildungen sein sollte – meine persönliche Entwicklung noch einmal stark vorangetrieben hat.

Ich selbst finde die Art und Weise, wie Veit Lindau die Coaching Methoden und Themen erklärt und vor allem auch in die tiefe analysiert sehr bereichernd. Wenn ich ihm auch nicht in allen seinen Meinungen und Ansichten zustimmen würde. Aber auch das finde ich gut an Veit als Ausbilder: Der regelmäßige Aufruf, sich eine eigene Meinung zu bilden!

Mentoring - Geben und Nehmen

Neben diesen gewählten Mentoren sind auch schon in den Jahren vorher immer wieder Menschen als Mentoren in mein Leben getreten, von denen ich sehr viel gelernt habe und die mich sehr unterstützt haben. 

 

Das möchte ich jetzt ebenfalls weitergeben. In diesem Jahr habe ich zwei wundervolle Frauen pro Bono als Mentorin begleitet. Einmal bei meiner ehemaligen Hochschule: International School of Management. Und zum zweiten als Mentorin bei MentorMe mit der wundervollen MentorMe Community. 

 

Und da mir das Mentoring so viel Freude gemacht hat, geht es auch in 2022 mit neuen Mentees weiter. 

Austausch macht das Leben bunt

Ich liebe es mich mit Menschen auszutauschen!

Und auch das war in 2021 ganz wunderbar der Fall.

 

Zum einen mit meiner wunderbaren Mastermind-Runde in der wir uns wöchentlich zum Online-Business-Austausch treffen. Zum anderen in kleinen persönlichen direkten Austausch-Sessions.

 

Um die eigenen Coaching Fähigkeiten immer wieder weiterzuentwickeln, bin ich Teil einer Coaching-Mastermind Runde, in der wir regelmäßig neue Methoden ausprobieren, üben und uns gegenseitig Feedback geben. So wertvoll die Übungen an sich selbst zu spüren.

 

Auch ein Highlight seit inzwischen 8 Jahren ist das jährliche Treffen mit meinen MBA Kollegen. 2013 habe ich meinen MBA abgeschlossen. Seitdem treffen wir uns jährlich an einem anderen Ort. Jedes Jahr organisiert einer aus unserer Runde. Jedes Jahr lernen wir das Unternehmen des Organisators vor Ort kennen und gönnen uns ansonsten ein angenehmes Freizeitprogramm um ausgiebig Zeit zum Austausch zu haben. In 2021 haben wir uns in Lichtenstein getroffen und ich habe damit gleich noch ein Fleckchen Erde kennengelernt, wo ich vorher noch nie war. Endlich mal wieder ein größeres Live-vor Ort treffen in dieser Corona Zeit! 

Corona-Baby

Ja, wir haben ein Corona-Baby bekommen, mein Mann und ich. Es wurde in der Corona-Zeit gezeugt. Wobei das wohl eher Zufall war. Wir hatten schon länger entschieden, dass unser Sohn nach Möglichkeit ein Geschwisterchen bekommen sollte. Und 2021 hat es dann auch geklappt. 

 

Während des Jahres hat mich unsere noch ungeborene Tochter mehrfach Geduld gelehrt. Schon in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft, in denen ich einfach nur müde, müde und nochmal müde war. Eigentlich hätte ich zu dem Zeitpunkt (direkt im Anschluss an meine erfolgreiche Selfcare Summit) mit 110% im Business aktiv sein sollen. Aber wenn ich auf meinen Körper gehört habe, war das einfach nicht möglich! Ich habe stattdessen geschlafen… 🙂

 

Und ja, es hat mich eine Weile gekostet, das zu akzeptieren. Denn eigentlich war ich gedanklich auf „Ich starte jetzt mit meinem Business voll durch“ getrimmt. 

 

Aber wie glaubhaft ist eine Selbstfürsorge-Expertin, die ihre eigene Selbstfürsorge komplett hinten runter fallen lässt?

 

Und ja, natürlich lebe ich Selbstfürsorge nicht immer 100%. Und ja, es gab Zeiten, da war ich sehr schlecht in Selbstfürsorge. Inzwischen bin ich deutlich besser darin geworden und übe täglich weiter daran…Und das ist aus meiner Sicht normal! Ich glaube Selbstfürsorge ist eine Lebensaufgabe.

 

Aber zurück zu meiner Tochter. Denn nachdem sie mich schon zur Selbstfürsorge animiert hatte, hat sich mich Geduld und Selbstvertrauen im Rahmen der Geburt gelehrt. 

 

Ich war zu 110 Prozent davon überzeugt, dass sie früher als der errechnete Termin geboren werden würde. Und alle körperlichen Anzeichen haben auch darauf hingedeutet. Mein Frauenarzt hat mich jedes Mal mit den Worten verabschiedet „Ich denke wir sehen uns dann zur Nachsorge wieder…“ Und ja, ich hatte dann auch schon geburtsrelevante Wehen und war in meinem ausgewählten Krankenhaus. Es war nichts los an dem Tag…die Hebammen haben sich richtig viel Zeit für mich und meinen Mann genommen und uns rundum versorgt…Nur dass die Wehen wieder aufhörten, als sich der Muttermund 4cm geöffnet hatte…

Und dann habe ich gewartet und gewartet und gewartet… 3 Wochen lang ist die kleine Dame trotz geöffneten Muttermund noch nicht auf die Welt gekommen…

 

Dafür dann aber mit Karacho. Denn wir haben es nicht mehr ins Krankenhaus geschafft.

Ich wachte Nachts auf mit Wehen, ich bin aufgestanden um meine Mutter anzurufen, damit sie sich um unseren älteren Sohn kümmern sollte. In dem Moment, in dem ich aufgelegt habe, fingen die Presswehen an und es war klar, wir schaffen es nirgendwohin mehr. 

 

Pragmatisch kurz drei Überlegungen: 

  1. Wo in der Wohnung kann ich das Kind gebären. Denn eine Geburt ist  – wie jeder weiß, der schon einmal dabei war – eine ziemliche Sauerei. Und wir wohnen im Altbau mit Holzdielen in der kompletten Wohnung. Holzdielen mit riesigen Lücken dazwischen. Auch im Badezimmer. Die Badewanne war also der einzige sinnvolle Ort für die Geburt. Also bin ich in die Badewanne gestiegen.
  1. Es wäre gut es könnte sich schneller jemand um unseren Sohn kümmern, als in 30 Minuten – wenn meine Mama aufschlagen würde. Also hat mein Mann Schwager und Schwägerin aktiviert, die 5 Minuten von uns weg wohnen.
  1. Es wäre schön, wenn jemand der Ahnung hat, bei der Geburt dabei wäre. Also Notruf gewählt. 

 

Krankenwagen, Notarzt und Schwager trafen alle zeitgleich ein. In dem Moment wo das Köpfchen meiner Tochter auf die Welt kam. 

 

Von meinem Anruf bei meiner Mutter bis meine Tochter auf der Welt war, waren gerade mal 30 Minuten vergangen.

Kommentar meines Sohnes dazu- der die Geburt im Nebenraum mit angehört hatte: „das dauert aber lange so eine Geburt“. Großartig. 

 

Was mich selbst fasziniert hat, war, wie sehr ich bei mir war. Völlig im Vertrauen mit mir selbst, dass ich das schon machen werde. Das schon alles gutgehen wird. Ich war völlig in meinem eigenen Tunnel und habe völlig intuitiv agiert. 

 

Inzwischen haben wir uns als 4er Familienteam ganz gut eingespielt. 🙂

Das Leben findet draußen statt

An sich ein guter Nebeneffekt von Corona. Ich habe extrem viel Zeit draußen verbracht.

 

Wir sind viele viele Kilometer als Familie spaziert und gewandert. Wir waren so gut wie nie zuvor darin, unseren Wochenendhaus-Garten zu pflegen und ausgiebig zu nutzen. Der Wuppertaler Zoo war schon fast ein zweites zu Hause. Viele viele Wanderwege rund um Wuppertal haben wir erkundet.

 

Freunde habe ich in 2021 fast immer für Spaziergänge draußen in der Natur getroffen.

 

Oder auch für ein Lagerfeuer auf der schwäbischen Alb. Einer meiner liebsten Freiheitsmomente in 2021. Spazierwanderung mit Freunden und Familie auf die Alb. Würstchen und sonstiges Grillzeug im Gepäck. Und dann gemütlich auf dem Lagerfeuer gegrillt. Die Kinder in der weiten Wiese spielen lassen und selbst gemütlich gequatscht!

 

Solche Momente darf es in 2022 gerne mehr geben! 

Freunde und Familie im Fokus

Gerade durch Corona und die daraus folgenden Kontakbeschränkungen ist mir wieder bewusst geworden, wie wichtig mir die wichtigen Menschen in meinem Leben sind.

 

Und insbesondere die Familie habe ich in 2021 viel viel viel gesehen. Gemeinsame Zeit, die einem keiner mehr nehmen kann! Denn wer weiß schon, an welchem Tag man sich zum letzten Mal sieht!

 

Überhaupt ein großes Learning in 2021: Ich nehme die Zeit mit Menschen die mir wichtig sind viel bewusster wahr und bin für jeden Tag mit diesen Menschen dankbar. Die Dankbarkeit dafür habe ich gerade in den letzten Monaten zum täglichen gelebten Ritual gemacht.

Die Kreativität hat wieder in meinem Leben Einzug gehalten.

Auf drei völlig verschiedenen Ebenen war ich dieses Jahr kreativ. 

 

1) in der Entwicklung meiner eigenen Online-Produkte: Ich habe neben der Selfcare Summit diverse verschiedene Online Produkte gelauncht und umgesetzt. Wie zum Beispiel mein Selfcare Umsetzungs-Programm Gedacht.Gemacht.Selbstfürsorge.

 

2) Im Schreiben

Ich habe angefangen meine Gedanken wieder beim handschriftlichen Schreiben zu sortieren. Ich liebe Blanko-Notizbücher und habe über das Jahr immer mindestens 3-5 Büchlein im Einsatz für diverse verschiedene Notizen und Gedanken-Sortierungen. 

 

3) im klassischen basteln mit meinem 3-jährigen Sohn. 

Ich habe so viel gebastelt, wie schon lange nicht mehr. Und wir haben das gerne intensiv betrieben. So dass beispielsweise unser Fingermalfarbe malen im Sommer draußen im Garten in Komplett Body Painting übergegangen ist, was wir am Ende im Planschbecken wieder abgewaschen haben. 😉

Ich bin inzwischen auch fast schon ein Profi im Papierflieger bauen…

Das Basteln hat mich letztlich dazu geführt auch selbst für mich wieder mehr kreativ werden zu wollen. So dass ich mir zum Geburtstag einen Webrahmen habe schenken lassen um das Weben für mich mal intensiver auszuprobieren. 

Auch Lust habe ich auf Tonbearbeitung mit der Drehscheibe. Das nehme ich mir ebenfalls für 2022 vor!  🙂 

Mein Jahr 2021 in Zahlen

  • 2.500 Teilnehmer bei der Selfcare Summit
  • 30 Minuten Geburt
  • 2 paar Wanderschuhe
  • 1 Quarantäne
  • Deutlich mehr als 52 Treffen mit Familie und Freunden

Was sonst noch war in 2021

Winterwonderland
Gardening
Vorträge
Auszeit auf dem Wasser
blaue Himmel Momente nutzen!

Was wartet 2022 auf mich?

  1. Selfcare Summit Vol 02 – Trotz Geburt meiner Tochter im Oktober (und damit wenig Zeit), will ich unbedingt Runde zwei der Selfcare Summit durchführen. Der Großteil der Summit ist bereits organisiert. Die Teilnehmer dürfen sich also gerne anmelden.
  2. Start meines neuen Gruppen-Programms rund um das Thema Freiraum.
  3. Der Abschluss meiner Live Trust Coaching Ausbildung.
  4. 1 Monat Elternzeitreise im Mai/Juni – bitte Daumen drücken, dass die Corona-Beschränkungen zu diesem Zeitpunkt eine unkomplizierte Reise möglich machen.
  5. Die größte Sammlung von pragmatischen Selfcare Inspirationen – Schreib mir gerne Deine Ideen!
  6. Viel Zeit mit Familie und Freunden genießen!
  7. Mein persönliches Freiraum Konzept leben!

Selfcare Summit 2022 - Willst Du dabei sein?

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.