Ein Plädoyer für die Selbstwertschätzung!

Ich war heute beim Arzt. Und als ich der Sprechstundenhilfe erzählte, dass ich beruflich Selfcare-Expertin bin, war das wie ein Damm der brach. 

 

Die Dame hat mir ihr Herz ausgeschüttet: Wie sehr sie sich immer wieder hinten anstellt. Und das gerade bei einem emotional so belastenden Job, in dem regelmäßig harte Schicksale der Patienten das eigene Schutzschild durchbrechen.

 

Und wenn dann wie bei der Dame weitere eigene emotional schwierige Themen dazukommen, wie der Tod der eigenen Eltern mit unangenehmen Krankenhausaufenthalten während der Corona-Zeit – ohne die Eltern dort besuchen zu dürfen…dann ist es verständlich, wenn sie sich emotional müde fühlt. 

 

Das führt mir wieder vor Augen, wie wichtig es ist, zu wissen, wie man sich selbst etwas Gutes tun kann. Was man selbst braucht, um in solch schwierigen Phasen annehmen zu können, Gefühle zu durchlaufen, inne zu halten und sich dabei aber auch zu entlasten und wieder aufzubauen.

Wie gut es ist, wenn man die Chance hat, die notwendige Selbstkenntnis in Zeiten zu gewinnen, in denen man selbst möglichst noch nicht in einer solch anstrengenden Phase des Lebens steckt. 

Es ist so viel leichter sich in stabilen Phasen des Lebens damit auseinanderzusetzen, wer man ist und was man braucht, als dies on Top noch in herausfordernden Zeiten zu tun.

 

Wobei wir Menschen ganz klar dazu tendieren, erst loszugehen, wenn die herausfordernde Situation bereits da ist. Denn dann ist der Schmerzpunkt am größten. Dann kann ich nicht mehr anders, als mich mit mir auseinanderzusetzen.

 

Wie handhabst Du das? Gehörst Du zu den Menschen, die warten, bis es weh tut, bevor Du Dich anfängst um Dich selbst zu kümmern?

 

Meine Umfrageergebnisse der Selfcare Studie zeigen ein Bild, in dem ich davon ausgehen muss, dass wir wirklich fast alle warten: 94 % der Befragten haben geantwortet, dass sie bereits körperliche Auswirkungen aufgrund fehlender Selbstfürsorge hatten. 84% Prozent haben angegeben bereits psychische Auswirkungen aufgrund fehlender Selbstfürsorge durchlebt zu haben.

 

Selbstfürsorge ist – wie es aussieht – in unserer leistungsorientierten Gesellschaft ein Thema, das gerne hinten angestellt wird. 

 

Das müssen wir ändern! Jeder einzelne bei sich anfangen. Aber auch als ganze Gesellschaft! Es ist niemanden damit geholfen, wenn wir am Limit laufen. So am Limit, dass es jederzeit kippen kann. 

 

Es wird Zeit, dass wir uns selbst so wertschätzen, dass wir nicht ständig im negativen Sinne über unsere Grenzen hinausgehen. Dass wir es uns Wert sind NEIN zu sagen. Das wir es uns wert sind auf uns zu achten. Dass wir es uns Wert sind einen Alltag zu erschaffen, in dem Selbstfürsorge selbstverständlich dazu gehört.

 

Es geht dabei nicht darum von heute an jeden Tag 3 Stunden Zeit für Selbstfürsorge aufbringen zu können! Es geht darum eine innere Haltung zu entwickeln, in der Du Dich wertschätzt. Eine Haltung zu entwickeln in der Du die Verantwortung für Dein Wohlergehen übernimmst. Und dann kleine Schritte zu unternehmen, die Dich jeden Tag ein bisschen mehr diese Haltung in Deinen Alltag integrieren lassen.

 

Selfcare von Innen nach Außen.

 

Erst wenn Du Dir erlaubst Dich wichtig genug zu nehmen, wirst Du das auch in Deinem Tun umsetzen!

 

Ich möchte Dir dazu 4 Reflexionsfragen mit auf den Weg geben:

  1. In welchen Bereichen Deines Lebens schätzt Du Dich selber wert? In welchen Bereichen Deines Lebens möchtest Du Dich selber mehr wertschätzen?
  2. Welche innere Einstellung hast Du zu Dir selbst? Was denkst Du steht Dir zu? 
  3. Was gewinnst Du dadurch, dass Du Dich nicht um Dich selbst kümmerst?
  4. Was denkst Du könnte Dein erster kleiner Schritt sein, Dir mehr Wertschätzung entgegen zu bringen?

Nimm Dir die Zeit wirklich über diese Fragen nachzudenken! Am besten schriftlich! Glaub mir, Dir die richtigen Fragen zu stellen bringt Dich nachhaltig weiter!

 

Deine Friederike

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