Wie komme ich bloß in die Umsetzung?

Kennst Du das auch? Du hast Dir ein Ziel gesetzt. Du möchtest etwas umsetzen.

Vielleicht fängst Du sogar recht motiviert die ersten Tage an. 

Und dann? Dann meldet sich langsam der innere Schweinehund und sagt: „Ach, so wie wir das bisher gemacht haben war doch auch ok.“ Oder „wir könnten jetzt stattdessen auch xyz machen. Das macht viel mehr Spass.“…

 

Wer kennt ihn nicht den inneren Schweinehund?

Ich kenn ihn jedenfalls gut!

Und wenn ich in die Selbstbeobachtung gehe, dann gibt es Themen und Momente, wo ich auf den inneren Schweinehund höre. 

Gleichzeitig weiß ich aber auch, wenn ich etwas wirklich wirklich will, dann kann ich diesen Ausbremser ignorieren und einfach machen.

Die spannende Frage ist, was macht es aus, dass ich ihn ignorieren kann. 

Was macht es aus, dass ich trotzdem losgehe?

 

Ich möchte hier zwei meiner wichtigsten Erkenntnisse teilen:

 

  1. Wenn ich eine klare Absicht habe, dann gehe ich auch los.

Eine klare Absicht bedeutet ich kenne ganz genau mein Warum und habe dieses Warum in einer für mich attraktiv und sexy klingenden Absicht formuliert.

Formulierungen wie „Ich möchte mehr für meine Fitness tun“, „Ich möchte 5 kg weniger wiegen.“ „Ich möchte mir mehr Zeit für mich nehmen“ mögen zwar stimmen. Aber sie sind einfach nicht ansprechend und sexy für Dein Gehirn.

Dein Gehirn möchte eine Formulierung, bei der es sofort anfängt Hormone zu produzieren. Die Hormone, die Dich in Bewegung setzen!

Und dafür braucht es Dein Warum. 

Warum möchtest Du beispielsweise 5kg weniger wiegen?

Das WARUM ist von Mensch zu Mensch anders. Und nur Dein Warum kann Dich in Bewegung setzen.

So könnte das Warum für die 5kg weniger beispielsweise sein:

  • Um wieder in meine Lieblingsjeans zu passen.
  • Um mich wieder wohl in meinem, Körper zu fühlen.
  • Um gefühlt wieder attraktiver für andere Menschen zu sein.
  • Um meine Gesundheit weniger durch Übergewicht zu gefährden.
  • Um beim Sex nicht dauernd auf meine Speckfalten zu schielen.

Merkst Du den Unterschied?

Probiere es mal für eines Deiner Ziele aus. Hinterfrage Dein WARUM. Und zwar ehrlich mit Dir selbst. Dieses Warum brauchst Du mir niemandem teilen! Es muss nicht gesellschaftsfähig sein!

Aus Deinem Warum formulierst Du dann eine für Dich attraktiv klingende Absicht.

Zum Beispiel: „Ich nehme 5kg ab und trage meine Lieblingsjeans mit Freude bis sie auseinanderfällt!“

 

2) Etwas neues zu etablieren ist wie einen Trampelpfad mit der Machete in den Dschungel schlagen.

 

Unser Gehirn liebt es Energie zu sparen. Dafür hat es Mechanismen wie beispielsweise Lerneffekte entwickelt.

Wenn wir etwas neues Lernen (Zum Beispiel Autofahren), benötigen wir eine hohe Konzentration und Aufmerksamkeit. Das Gehirn arbeitet auf Hochtouren und verbraucht entsprechend viel Energie.

Wenn ich das Gelernte nun übe und übe und übe, bis es mir in Fleisch und Blut übergegangen ist und damit schon fast ein Reflex geworden ist, dann arbeiten andere Regionen im Gehirn, die deutlich weniger Energie benötigen. 

Durch das häufige Wiederholen haben wir im Gehirn praktisch eine „Gewohnheits-Autobahn“ geschaffen. Ein Reiz-Reaktionsmuster, welches fast schon automatisch abläuft.

 

Und jetzt kommt der springende Punkt: Wenn wir etwas Neues in unserem Leben etablieren möchten, dann haben wir noch keine Gewohnheits-Autobahn, sondern fangen erst einmal an einen kleinen Trampelpfad anzulegen. Den Trampelpfad zu gehen ist natürlich viel mühsamer und anstrengender, als auf ggf. vorhandene Gewohnheits-Autobahnen zurückzugreifen.

Deswegen fällt es uns so schwer neue Gewohnheiten in unser Leben zu bringen.

Deswegen ist es enorm wichtig für einen längeren Zeitraum immer wieder den Trampfelpfad zu laufen, bis er langsam aber sicher ebenfalls zu einer Gewohnheits-Autobahn wird. Während die alte Autobahn nicht weiter gepflegt wird und von der Natur wieder überwuchert werden darf.

 

Um diesen anstrengenden Zeitraum zu überstehen, hilft es uns wenn wir:

  • Unsere Absicht kennen und uns immer wieder vor Augen führen können!
  • Wir uns die Umsetzung der neuen Gewohnheiten so leicht wie möglich gestalten.
  • Wenn wir uns für die Umsetzung eine Belohnung in Aussicht stellen.

 

Welche Belohnung möchtest Du Dir für Deine eben definierte Absicht in Aussicht stellen?

Wie möchtest du Dir die Umsetzung so leicht wie möglich gestalten?

 

Teile gerne Deine Gedanken zu diesem Artikel mit mir! Ich bin sehr gespannt!

Und wenn Dir der Artikel gefallen hat, teile ihn gerne auch mit Freunden und Bekannten!

 

Friederike

2 Kommentare zu „Wie komme ich bloß in die Umsetzung?“

  1. Danke liebe Frederike, für all deine wertvollen Tipps in dieser turbulenten Zeit :*.
    Was mir auch total gut hilft, in die Umsetzung zu kommen: Ich stelle mir einfach vor, wie ich mich FÜHLEN will und werde, wenn ich das Ziel erreicht habe :D. Das ist für mich immer eine prima Motivation und gibt unserem „Denker“ mal eine kleine Pause.
    Alles Liebe, Sandra

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